Loach-Journal

Fachzeitschrift über den britischen Filmemacher Ken Loach

Über das Loach-Journal

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Was ist das Loach-Journal?
Das Loach-Journal ist eine regelmäßig aktualisierte Fachzeitschrift, die derzeit ausschließlich online erscheint. Das Thema unseres Journals ist der britische Regisseur Ken Loach, der die Filmwelt seit über 40 Jahren mit kontroversen Filmen bereichert. Wir veröffentlichen seit Juli 2009 Literaturverweise, Inhaltsangaben und Fundstellen aus anderen Medien zu Loachs Filmen. Vor allem aber geben wir anderen (angehenden) Medienwissenschaftlern die Möglichkeit, eigene Aufsätze zu publizieren und sich dabei mit dem Themenkomplex ‘Loach’, aber auch mit den besonderen Bedingungen wissenschaftlicher Veröffentlichungspraxis auseinander zu setzen. Das Journal kann unentgeltlich unter http://loach-journal.de gelesen werden.

Wer ist Ken Loach?

Ein Highlight im filmischen Schaffen Loachs ist der Gewinn der Goldenen Palme in Cannes für sein irisches Bürgerkriegsdrama The Wind That Shakes The Barley (2006). Als einem neorealistischen, sozialistischen Filmemacher begegnen Loach bis heute viele mit Vorbehalten – sicher auch als Folge davon, dass die meisten seiner Filme als ‘soziale Dramen’ ein mehr als mulmiges Gefühl hinterlassen.
Unter den Frühwerken sticht Cathy Come Home (1966) hervor – ein Film, der den sozialen Absturz eines jungen Paares in Arbeits- und Obdachlosigkeit thematisiert und sogar eine Parlamentsdebatte zu diesem Thema in Großbritannien auslöste. Als eine Art ‘Comeback’ kann man Riff Raff (1991) sehen. Es ist außerdem einer der ersten Filme des jungen Robert Carlyle, der als Bauarbeiter für die Rechte der ‘working class’ kämpft. Loachs aktuellere Werke sind durch einen leichteren Stil geprägt, wie er im Liebesdrama Just A Kiss (2004) zum Ausdruck kommt. Trotzdem bringt die Liebesbeziehung zwischen einer irischen Katholikin und einem pakistanisch-stämmigen Moslem in Glasgow einige Probleme moderner Gesellschaften auf die Bühne.
Zentrale Themen Loachs sind Arbeit, Liebe, Politkritik, Psychiatrie, Erziehung.

Wer macht das Loach-Journal?
Jeder (angehende) Medienwissenschaftler ist eingeladen, am Loach-Journal mitzuarbeiten! Herausgeber bin derzeit ich, Kilian Haller, und damit für die grundsätzliche Entwicklung des Journals verantwortlich. Initiiert habe ich das Journal gemeinsam mit Boris Rozanski und Lars Lorenzen, die als Redaktion mit mir gemeinsam organisatorische Aufgaben leisten und eingesandte Texte redigieren. Über dein Interesse an einer Mitarbeit würden wir uns sehr freuen! Du kannst deinen Aufsatz bei uns veröffentlichen – mehr dazu siehe ‘Service & Presse’.

Wozu so ein Journal betreiben?
In der Medienwissenschaft gibt es große Bereiche, die von der Forschung bei weitem noch nicht ausreichend abgedeckt wurden. Dazu gehört unserer Auffassung nach auch der Werkkomplex Ken Loachs. Wo dieser Mangel sonst häufig von Fanseiten zumindest zu Teilen abgefedert werden kann, bietet sich dem interessierten Medienwissenschaftler zu Loach kaum eine Anlaufstation – das wird der anhand von Medienrezeption, Filmpreisen und ähnlichen Instrumenten nachweisbaren Bedeutung des Regisseurs nicht gerecht.
Gleichzeitig herrscht an vielen Universitäten der Missstand, dass Seminararbeiten nur vom zuständigen Dozenten gelesen werden und danach in Kellerarchiven verstauben. Das Medium Internet bietet nicht nur eine sehr kostengünstige und risikoarme Publikationsart, es eröffnet auch eine Reihe von Kommunikationsmitteln, mit denen wissenschaftliche Arbeiten bequem und direkt in einen Diskurs münden können. Diese Möglichkeiten wollen wir nutzen, damit die in der Studierenden-Forschung gewonnenen Erkenntnisse nicht verloren gehen.

Wo soll’s hingehen?
Da es noch keine vergleichbaren Medien auf dem Online-Markt gibt, verstehen wir unser Projekt als ein Experiment. Die Dokumentation läuft im Moment über meinen Twitter-Feed und wird ergänzt von unregelmäßigen Papers. Zunächst wollen wir über einen befristeten Zeitraum schauen, wie unser Journal angenommen wird, Meinungen sammeln und Kollegen wie Kommilitonen zur Mitarbeit ermutigen. Das Journal ist aber so angelegt, dass es jederzeit „eingefroren“ werden kann, falls sich personelle Engpässe ergeben – die bereits gesammelten Informationen blieben dann im WWW natürlich kostenfrei abrufbar, Diskussionen könnten im Prinzip fortgeführt werden.

Kilian Haller