Loach-Journal

Fachzeitschrift über den britischen Filmemacher Ken Loach

Fundstelle

„Ein Film ist nicht abstrakt, er ist ein soziales und politisches Ding“ Halterner Zeitung vom 13.12.2009 • Aktuelle InterviewsGerman
Halterner Zeitung

In einem kurzen Gespräch mit Kai-Uwe Brinkmann nennt Loach die italienischen Neo-Realisten wie Vittorio De Sica als wichtigen Einfluss, weiterhin die Tschechen Menzel und Forman. Er betont, dass er ein normales Leben abseits jeglicher Starallüren führt („Ich spiele nicht in der Liga, wo man im Schloss wohnt und für alles seine Leute hat“). Abschließend nennt er Kriterien, die für ihn einen guten Film ausmachen.

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Volltext-Essays

Szene aus The Wind That Shakes The Barley Gewaltästhetik in The Wind that Shakes the Barley»

Gewalt als Element medialer Darstellungs- und Ausdrucksformen gerät in den öffentlichen Diskussionen jüngerer Zeit häufig in den Sog einer rein medienpädagogischen Debatte. Lars Lorenzen versucht anhand der Gewaltdarstellung in The Wind that Shakes the Barley darzustellen, dass die Analyse von medial dargestellter Gewalt nur innerhalb ihres narrativen Rahmens Sinn und Erfolg verspricht.

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The Wind That Shakes The Barley - Filmposter Die kontroversen Diskussionen in England um Ken Loachs Film „The Wind That Shakes The Barley”»

Von Englands rechter Presse musste sich Ken Loach Nazi-Vergleiche anhören, nachdem sein Film The Wind That Shakes The Barley im Kino lief; die Inszenierung der britischen Besatzertruppen als grausame Folterknechte gegenüber den irischen Freiheitskämpfern als fromme Familienmenschen löste heftigen Widerspruch aus. Florian Keisinger untersucht, inwiefern der Regisseur in dem preisgekrönten Bürgerkriegsdrama tatsächlich mit historischer Genauigkeit vorgeht. Zwar sind die britischen Besatzungstruppen tatsächlich mit unmenschlichen Grausamkeiten gegen die irische Bevölkerung vorgegangen; Keisingers Blick in die Arbeiten der jüngeren irischen Nationalismus- und Gewaltforschung zeigt aber, dass Loach hier nur eine Seite der Medaille offenbart.

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Chacun Son Cinéma - Filmposter Jedem sein Kino – und Loach seine Ideale!»

Ken Loachs Beitrag „Happy Ending“ zu Chacun son Cinéma – eine Randnotiz von Boris Rozanski.

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Ken Loach am Set von Vom Gucken, vom Lächeln: Ein Tribut an Ken Loach»

Hans Jürgen Wulff, Kieler Professor für Medienwissenschaften, zeichnet in einem Portrait den Lebenslauf Ken Loachs anhand seiner wichtigsten Filme nach. Dabei legt er politische Motive des Regisseurs offen, findet typische formale Stilmittel und zeigt, wie Loachs es versteht, seine Arbeiten zwischen Komödie und Tragödie pendeln zu lassen.

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Das Filmplakat von Schläge, Küsse, Schläge – eine psychologische Sicht auf das Thema der Jugendkriminalität in „Sweet Sixteen“»

Die psychoanalytische Theorie erzeugt in der Anwendung auf Ken Loachs Film Sweet Sixteen deutliche Resonanzen: Liams Kampf gegen seinen Stiefvater um die Liebe der Mutter lässt sich leicht als Variante des Ödipuskomplexes markieren. Weitere Übereinstimmungen drängen sich aber dem Zuschauer auf, der mit einer Studie von Terrie E. Moffitt vertraut ist, die sich mit lebenslänglichem und auf die Adoleszenzphase beschränktem antisozialen Verhalten beschäftigt. Kilian Haller projiziert wesentliche Konzepte dieser beiden Theorien auf den Film Sweet Sixteen.

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Aufforderung zu einer neuen oppositionellen Kultur»
derwesten.de vom 12.12.2009 • FundstellenGerman

Jennifer Schumann berichtet von der Gala, die anlässlich der Verleihung des Ehrenpreises der Europäischen Filmakademie für Ken Loach am 11.12.2009 in der Essener Lichtburg gegeben wurde. Dabei wird vor allem versucht, einen Bezug von Loachs Engagement für die Arbeiterklasse zum Ruhrgebiet herzustellen. Aber auch einige politische Äußerungen Loachs im Gespräch mit der 3sat-Kulturzeit Moderatorin Tina Mendelssohn werden wiedergegeben: „Die Sozialdemokratie im ursprünglichen Sinne sei tot – nicht nur in seiner Heimat Großbritannien, prangert er an. Im gleichen Atemzug fordert Loach zu einer neuen oppositionellen Kultur auf – es sei an der Zeit, sich aufzulehnen.“

„Man darf bloß nicht nostalgisch werden“»
derwesten.de vom 11.12.2009 • Aktuelle InterviewsGerman

Martina Schürmann spricht mit Ken Loach über den europäischen Filmpreis, politisches Kino und das zusammenwachsende Europa.

„Konsequent auf der Seite der sozial Schwachen“»
Deutsche Welle vom 11.12.2009 • PortraitsGerman

Jörg Taszman stellt Ken Loach anlässlich der Verleihung des Ehrenpreises der europäischen Filmakademie mit einem Portrait vor. Dabei fällt ihm auf, dass in Deutschland bisher lediglich ein Film mit einem für Loach seltenen Happy End größeren Erfolge an den Kinokassen vorweisen konnte: Just A Kiss. Trotz klarer politischer Äußerungen Loachs schätzt Taszman seine Filme als „ausgewogen“ und „komplex“ – es seinen „keine agitatorischen Werke“.

Europäischer Filmpreis - Verleihung am 12.12.»
derwesten.de vom 07.12.2009 • BerichteGerman

Ken Loach wird in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie bekommen. In den Medien werden eher die glamourösen Aspekte der Veranstaltung hervorgehoben, z.B. welche Stars in die Jahrhunderthalle nach Bochum kommen. Loach scheint sich für diese Art Berichterstattung nicht zu eignen: Einem Bericht von derwesten.de zufolge zieht Loach eine einfachere Unterkunft als das übliche Essener Schloss Hugenpoet vor – und könnte anstatt mit der Limousine sogar zu Fuß zur Preisverleihung gehen.

Wim Wenders: „Loach ein seltsamer und nicht ernst zu nehmender Mann“»
israelnetz.com vom 17.11.09 • BerichteGerman

Laut Israelnetz.com lehnt der Regisseur Wim Wenders einen Boykott der israelischen Filmindustrie ab. Ein solcher könnte wie im Fall Kubas einen gegenteiligen Effekt haben; zudem sei Israel „einer der kompliziertesten Orte der gesamten Welt“, der wie auch Amerika in seiner Gesamtheit schwer zu verstehen sei. „Zu den antiisraelischen Kommentaren des Filmschaffenden Ken Loach, äußerte Wenders, dass dieser ein seltsamer und nicht ernst zu nehmender Mann sei.“

„Der beschwinge Aufsässige“»
Kölner Stadt-Anzeiger vom 02.11.2009 • PortraitsGerman

Im Kölner Stadt-Anzeiger rekapituliert Marli Feldvoß die Lebensgeschichte Ken Loachs „als Chronist der britischen Arbeiterklasse.“

„Looking for Eric“ im Bieler Tagblatt»
Bieler Tagblatt vom 14.11.2009 • Looking for Eric (2009), ReviewsGerman

Simone Tanner ist begeistert von Looking for Eric: „[D]er Film bietet alles, was ein gutes Fussballspiel auch haben muss: Qualität, Spannung, Emotionen, überragende Spieler und wunderbare Treffer. Volltreffer.“ Besonders gut gefällt ihr der Genremix: „Meisterhaft verschmelzt Ken Loach in seiner skurrilen Tragikomödie verschiedene Genres zu einem wunderbaren Ganzen mit klug gezeichneten Figuren und Dialogen, die zum Tore schiessen sind. Durch die Originaleinspielungen aus Cantonas Premier-League-Zeit erhält der Film dokumentarischen Charakter. Aus der anfänglichen Charakterstudie Eric Bishops entwickelt sich eine Milieustudie der englischen Arbeiterschicht, die sparsam gespickt ist mit Seitenhieben auf die Kommerzialisierung des Fussballs. In einem zweiten Erzählstrang wird der Film zum Thriller und mündet im grossen Showdown, der «Operation Cantona». Und nicht zuletzt ist «Looking for Eric» ein erdenschöner Liebesfilm.“

Cantona-Interview im Deutschlandradio Kultur»
Deutschlandradio Kultur vom 08.11.2009 • Aktuelle Interviews, Looking for Eric (2009)German

Im Deutschlandradio Kultur spricht Holger Hettinger mit Eric Cantona über dessen Trompetenspiel, den Kung-Fu-Tritt gegen einen Fan, die Zusammenarbeit mit Ken Loach, Parallelen zwischen Fußballspiel und Schauspielerei sowie die für ihn zentralen Werte in Looking for Eric.