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„Die einzige Hoffnung ist eine Wiederauferstehung linker Politik“ Wharf vom 04.03.2010 • Aktuelle Interviews, Interviews •
Im Interview mit John Hill vom britischen Magazin The Wharf spricht Loach über die anstehenden Wahlen im Vereinigten Königreich mit den Spitzenkandidaten Gordon Brown und David Cameron. Loach bezeichnet das New Labour-Konzept als „schlechten Witz“, schimpft über die Medien („It’s all about who’s hot at a particular time, whether that’s a footballer or a footballer’s wife“) und nennt den kommenden Herbst als möglichen Release-Termin für seinen neuen Film Route Irish.
{mehr»} Volltext-Essays
Gewaltästhetik in The Wind that Shakes the Barley»
Gewalt als Element medialer Darstellungs- und Ausdrucksformen gerät in den öffentlichen Diskussionen jüngerer Zeit häufig in den Sog einer rein medienpädagogischen Debatte. Lars Lorenzen versucht anhand der Gewaltdarstellung in The Wind that Shakes the Barley darzustellen, dass die Analyse von medial dargestellter Gewalt nur innerhalb ihres narrativen Rahmens Sinn und Erfolg verspricht.
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Die kontroversen Diskussionen in England um Ken Loachs Film „The Wind That Shakes The Barley”»
Von Englands rechter Presse musste sich Ken Loach Nazi-Vergleiche anhören, nachdem sein Film The Wind That Shakes The Barley im Kino lief; die Inszenierung der britischen Besatzertruppen als grausame Folterknechte gegenüber den irischen Freiheitskämpfern als fromme Familienmenschen löste heftigen Widerspruch aus. Florian Keisinger untersucht, inwiefern der Regisseur in dem preisgekrönten Bürgerkriegsdrama tatsächlich mit historischer Genauigkeit vorgeht. Zwar sind die britischen Besatzungstruppen tatsächlich mit unmenschlichen Grausamkeiten gegen die irische Bevölkerung vorgegangen; Keisingers Blick in die Arbeiten der jüngeren irischen Nationalismus- und Gewaltforschung zeigt aber, dass Loach hier nur eine Seite der Medaille offenbart.
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Jedem sein Kino – und Loach seine Ideale!»
Ken Loachs Beitrag „Happy Ending“ zu Chacun son Cinéma – eine Randnotiz von Boris Rozanski.
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Vom Gucken, vom Lächeln: Ein Tribut an Ken Loach»
Hans Jürgen Wulff, Kieler Professor für Medienwissenschaften, zeichnet in einem Portrait den Lebenslauf Ken Loachs anhand seiner wichtigsten Filme nach. Dabei legt er politische Motive des Regisseurs offen, findet typische formale Stilmittel und zeigt, wie Loachs es versteht, seine Arbeiten zwischen Komödie und Tragödie pendeln zu lassen.
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Schläge, Küsse, Schläge – eine psychologische Sicht auf das Thema der Jugendkriminalität in „Sweet Sixteen“»
Die psychoanalytische Theorie erzeugt in der Anwendung auf Ken Loachs Film Sweet Sixteen deutliche Resonanzen: Liams Kampf gegen seinen Stiefvater um die Liebe der Mutter lässt sich leicht als Variante des Ödipuskomplexes markieren. Weitere Übereinstimmungen drängen sich aber dem Zuschauer auf, der mit einer Studie von Terrie E. Moffitt vertraut ist, die sich mit lebenslänglichem und auf die Adoleszenzphase beschränktem antisozialen Verhalten beschäftigt. Kilian Haller projiziert wesentliche Konzepte dieser beiden Theorien auf den Film Sweet Sixteen.
{mehr»}The Miami Herald vom 04.03.2010 • Looking for Eric (2009), Reviews •
Rene Rodriguez findet die Wahl von Looking for Eric als Startfilm für das Miami International Film Festival gelungen – obwohl er die nötige Komik von Loach nicht erwartet hätte. Sein Fazit: “[E]ven non-soccer fans who might mistake Manchester United for an airline will be seduced by the irresistible pull of this unabashedly feel-good charmer: Looking for Eric eloquently argues that no matter how dire our circumstance, the future is ours for the writing.“
Netribution vom 05.05.2006 • Aktuelle Interviews •
Netribution veröffentlicht ein Interview mit Dominic Savage, in dem sich der Regisseur von Love + Hate auch über den Vorbildstatus Ken Loachs äußert: „There are certain people who will always go and see a Ken Loach film and people who will never go and see it. So I’d like to make films that appeal to a broader audience.“
Times Online vom 03.03.2010 • Berichte •
Die Times berichtet, dass Loach auch seine Kollegen zu Protesten aufgerufen hat: “It is a very shocking development and further demonstration of the intolerance of the regime. I hope all people working in films will call for his release, and speak out in solidarity for him and all Iranian film-makers working under similar conditions. It is completely unacceptable.”
DiePresse.com vom 24.02.2010 • Reviews •
Anlässlich der Oscar-Verleihung am 7. März bedauert Oliver Pink, dass sein Favorit Looking for Eric nicht nominiert wurde. Der Film, der als „Milieustudie der britischen Arbeiterklasse“ beginne, sich dann von einer „Tragödie beinahe zum Thriller wandelt, um dann letztlich doch sanft als Komödie auszuklingen“, habe ihn „[z]u Tränen gerührt“.
Halterner Zeitung vom 13.12.2009 • Aktuelle Interviews •
In einem kurzen Gespräch mit Kai-Uwe Brinkmann nennt Loach die italienischen Neo-Realisten wie Vittorio De Sica als wichtigen Einfluss, weiterhin die Tschechen Menzel und Forman. Er betont, dass er ein normales Leben abseits jeglicher Starallüren führt („Ich spiele nicht in der Liga, wo man im Schloss wohnt und für alles seine Leute hat“). Abschließend nennt er Kriterien, die für ihn einen guten Film ausmachen.
derwesten.de vom 12.12.2009 • Fundstellen •
Jennifer Schumann berichtet von der Gala, die anlässlich der Verleihung des Ehrenpreises der Europäischen Filmakademie für Ken Loach am 11.12.2009 in der Essener Lichtburg gegeben wurde. Dabei wird vor allem versucht, einen Bezug von Loachs Engagement für die Arbeiterklasse zum Ruhrgebiet herzustellen. Aber auch einige politische Äußerungen Loachs im Gespräch mit der 3sat-Kulturzeit Moderatorin Tina Mendelssohn werden wiedergegeben: „Die Sozialdemokratie im ursprünglichen Sinne sei tot – nicht nur in seiner Heimat Großbritannien, prangert er an. Im gleichen Atemzug fordert Loach zu einer neuen oppositionellen Kultur auf – es sei an der Zeit, sich aufzulehnen.“
derwesten.de vom 11.12.2009 • Aktuelle Interviews •
Martina Schürmann spricht mit Ken Loach über den europäischen Filmpreis, politisches Kino und das zusammenwachsende Europa.
Deutsche Welle vom 11.12.2009 • Portraits •
Jörg Taszman stellt Ken Loach anlässlich der Verleihung des Ehrenpreises der europäischen Filmakademie mit einem Portrait vor. Dabei fällt ihm auf, dass in Deutschland bisher lediglich ein Film mit einem für Loach seltenen Happy End größeren Erfolge an den Kinokassen vorweisen konnte: Just A Kiss. Trotz klarer politischer Äußerungen Loachs schätzt Taszman seine Filme als „ausgewogen“ und „komplex“ – es seinen „keine agitatorischen Werke“.
